Magisterarbeit, die am 19.10.2004 erfolgreich an einer Universit„t in Deutschland im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften eingereicht wurde. Einleitung: Emotionalit„t pr„gt die Diskussion ?ber 'Neue Medien' und ihre positiven oder negativen Effekte; sowohl euphorische als auch angstvoll ablehnende Stimmen finden immer noch ihren Platz. Argumentationsst?tze einiger Technologiekritiker und im Rahmen des Selbstreferentialit„tstrends der Medien selbst, ist die Annahme, dass Medien allgemein und insbesondere die neuen digitalen Technologien wie Computerspiele oder das Internet "s?chtig" machen k”nnen. Der in den Medien h„ufig thematisierte Suchtbegriff garantiert durch seine Assoziationskraft mit Gef?hlsextremen die Aufmerksamkeit der ™ffentlichkeit. So finden sich in internationalen Medien Fallbeispiele zu einer sogenannten Internetsucht, welche die S?chtigen als Abh„ngige einer "Suchtmaschine" beschreiben. Diese k”nne mit Drogen wie Alkohol oder Gl?cksspiel gleichgestellt werden und biete vergleichbare soziale Konsequenzen f?r ihre Anh„nger. Hilferufe von Betroffenen in Online-Foren und B?cher ehemaliger Abh„ngiger, die zu Bestsellern avanciert sind, komplettieren das mediale Bild. Auch im wissenschaftlichen Diskurs mehren sich Auseinandersetzungen mit dem Thema 'Neue Medien" und Sucht', insbesondere mit jener 'Internetsucht', die begrifflich im Jahr 1995 von dem New Yorker Psychiater Ivan Goldberg eingef?hrt wurde. Dieses, im Vergleich zu einer 'Fernsehsucht', relativ neue, mit dem Nimbus der Pathologie versehene Schlagwort, wird zunehmend in kommunikationswissenschaftlichen und medienpsychologischen Publikationen verwendet und ist als umstrittenes Sucht-Ph„nomen zumindest vereinzelt empirischen šberpr?fungen unterzogen worden. Die in den deutschen Medien vieldiskutierte 'Internetsucht' und andere Beschreibungsversuche des Ph„nomens haben die Themenfindung f?r diese Arbeit maágeblich beeinflusst: Auch wenn
