Staatsexamensarbeit, die am 01.06.1996 erfolgreich an einer Universität in Deutschland eingereicht wurde. Zusammenfassung: Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den 1925 erschienenen Roman Manhattan Transfer des amerikanischen Autors John Dos Passos auf der Grundlage des Marx'schen Entfremdungsbegriffes, der grundsätzlich soziologisch begründet ist, eine psychologische Sichtweise aber nicht ausschließt, zu untersuchen. Natürlich ist, bevor man zur eigentlichen Interpretation gelangen kann, einige Vorarbeit nötig. Da der Begriff der Entfremdung in der Literatur oft nur erwähnt, aber selten genau definiert oder hergeleitet wird und er, je nach philosophischem Hintergrund, verschieden interpretiert werden kann, scheint es notwendig, ihn zunächst einmal genauer zu bestimmen. Dies soll in einem ersten, theoretischen Teil geschehen. Auf dieser Grundlage kann dann eine Verbindung zwischen Entfremdung und dem Leben des Menschen in der modernen Großstadt hergestellt werden, wobei - im Hinblick auf den Roman Manhattan Transfer - in einem gesonderten Teil auf die moderne amerikanische Großstadt New York einzugehen sein wird, da diese sich in vielerlei Hinsicht von anderen Städten unterscheidet. Weiterhin soll auf die Bedeutung der Großstadt für die Literatur und insbesondere für den Autor John Dos Passos, der einige Jahre seines Lebens in New York zugebracht hat, eingegangen werden. Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung des Autors in politischer Hinsicht würde den begrenzten Rahmen dieser Arbeit sprengen. Nach einem einleitenden Kapitel zu Form und Inhalt von Manhattan Transfer, soll schließlich untersucht werden, inwiefern man das im Roman dargestellte Leben der Menschen in der Großstadt als ein entfremdetes bezeichnen kann, welches die Mechanismen und Symptome ihrer Entfremdung, z.B. in Bezug auf ihre Arbeit, ihre Verhaltensweisen, ihre Wahrnehmung oder ihre Beziehungen zu anderen, sind. Inhaltsverzeichnis: 1.|Vorbemerkung|4 2.|Der Begriff Entfr..
