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amazing photographer, January 28, 2006
Flor Garduno is an amazing photographer. Following in the footsteps of the incredible Mexican photographer, Manuel Alavarez Bravo, whom she assisted for several years, her timing, technique, lighting and juxtapositioning of objects around her nudes and still lifes are nothing less than genius. I cannot recommend this book more highly. What a gift to look at these photos and get a glimpse of this relatively young photographer (48 years old).
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Surrealism and female nude ..., December 10, 2005
This review is from: Flor Garduno: Inner Light (Hardcover)
Der mexikanischen (in der Schweiz lebenden) Fotografin Flor Garduno (* 1957) gelingt es, auf mystische, surreale Weise innerpsychische, archaische, traumhafte Vorstellungen von Körper-Platzierungen durch ihre Kunst nach außen, in eine Welt von Zuschauern (und Museen) zu transportieren, die sich erst einüben muss in die metaphorische, klausulierte Mitteilungsart ihrer visuellen Botschaften. Mit 62 sehr stilisierten schwarz-weißen Fotografien überrascht sie jeden sensiblen Betrachter damit, dass ihre Bilder ihm oft nach Wochen aus dem Langzeit-Gedächtnis wie verloren geglaubte Wasserleichen wieder an die Oberfläche seines Bewusstseins gespült werden.
Wie mit Geheim-Nachrichten über die psychoanalytische Verankerung von toten Fischen und Krawatten, Sphinx-ähnlichen Kindern, Frauen hinter riesigen Urwaldblättern oder weiblichen Akten, rückwärts wie eine Opfergabe auf Mühlsteine gespannt, macht Flor Garduno dem Altmeister Dali und seinen Mannequin-artigen Giraffen mit Schubladen in den schlanken Cat-Walk-Beinen nachträglich Konkurrenz.
Bei Garduno, die noch bei dem 100 Jahre alt gewordenen mexikanischen Fotografen Manuel Alvarez Bravo in die Lehre gegangen ist (der unter anderem die berühmte Frida Kahlo porträtierte) - bei Garduno finden sich ungewöhnliche Dialog-Darstellungen mit einer Schlange, einer Krähe, einem Schwan - mystischer noch (und schwieriger auf den realen Auslöse-Ursprung zurückzuverfolgen) als jenes, was Frida Kahlo in ihrer surrealistischen Malerei ausbrütete.
Ein Bild von Fischen, die als Krawatte sich formen, wird verblüffend betitelt: PATRONENGURT, eine vergleichbare Aufnahme (Aal-Haare) trägt den Titel MEDUSENHAUPT. Ein Riesen-Rhabarberblatt dient als Rock beim Tanz einer Urwaldschönheit, ein abgetrennter Schwertfischkopf verhüllt des Fischers halbnackte Frau, als Ruhekissen bietet uns Flor, die zuweilen auch einen Hang zum Zynischen hat, einen Grabkammerschädel.
Die meisten Kompositionen sind extrem konsequent nur zweiteilig in ihrer kommunikativen Syntax: einem weiblichen Akt ist stets nur ein einziges, rätselhaftes Symbol beigegeben. Man darf in sich graben, was die Erfahrung weiblicher Nacktheit zu tun haben könnte mit Schlangen und abgeschnittenen Fischköpfen, mit tropischen Blättern und Holzkatzen, mit Schwänen oder schweren Mühlsteinen.
Flor Garduno wandelt das üblicherweise von männlichen Sichtweisen beherrschte Akt-Fotografie-Business um in oft eindeutig feminin, um nicht zu sagen feministisch basierte Kommunikations-Thematiken: dem Titelfoto, female nude, rückwärtig auf einen Tisch drapiert, welcher eine hölzerne Katzen-Skulptur darstellt, - diesem Starter folgt weiter hinten im faszinierenden Fotoband die in diesem Genre sehr selten gesehene Ergänzung: das selbe Akt-Modell ist nun hoch schwanger.
Flor Garduno arbeitet abwechselnd in ihren Ateliers in Mexiko (Tepoztlan), und in der Schweiz (Stabio). Ihr Buch wurde in 7 Sprachen übersetzt (englisch, italienisch, französisch, deutsch, spanisch, portugiesisch und japanisch), ihre aufs Wenigste konzentrierten, fast minimalistisch zu nennenden Bildwerke wurden in mehr als 40 Museen gezeigt - Ende offen.
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