Seit der Gründung im Jahr 1979 hat sich Ars Electronica als Festival für "Kunst, Technologie und Gesellschaft" zu einem international maßgeblichen Forum für die Auseinandersetzung mit der soziokulturellen Dimension der digitalen Revolution etabliert und ist jährlicher Treffpunkt der Weltelite der Computerkünstler, Philosophen und Wissenschaftler geworden. Kontinuierlich stellt die Ars Electronica seit einigen Jahren nicht einzelne technische Innovationen und neueste Computertechnologien in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung, sondern beschäftigt sich vielmehr mit neuen künstlerischen Arbeitsmöglichkeiten der Informationsgesellschaft; die reale Lebenssituation einer globalisierten, informierten Welt stehen im Mittelpunkt. Entwicklungen werden nicht nur in technischer, sondern vor allem auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht kommentiert. 1999 begann Ars Electronica den Themenschwerpunkt Life Science zu verankern und den mit der biologischen Revolution einhergehenden gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen nachzuspüren. Ars Electronica als Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft steht in seiner Programmatik für die künstlerische Bearbeitung technologieinduzierter gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen und ist als Festival der zeitgenössischen Kunst von jeher bemüht, diese auch als politische Arbeit sichtbar zu machen.
