Review
Aus den Rezensionen: "… Auf der Grundlage klarer Unterscheidungen zwischen einem planungsrationalen Konzept der Nachhaltigkeit und einem an die moralphilosophische Tradition anschließenden Konzept der generationenübergreifenden Gerechtigkeit werden Strategien ausgewiesen, die dem Einzelnen Orientierung bieten können. Die Studie schließt mit einem Katalog expliziter Empfehlungen, wie die Gesellschaft und ihre Institutionen eine Bildung für nachhaltige und gerechte Entwicklung umsetzen könnten." (in: Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd, 2009, Issue 61, S. 3) "Im Vorspann zu dem Buch wird als Zielsetzung genannt, den Entscheidungsträgern konkrete Handlungsoptionen und -empfehlungen auf wissenschaftlicher Basis vorzustellen. ... Ziel dieser Studie ist ein Rahmen für die disziplinübergreifende Klärung grundsätzlicher Fragestellungen im Hinblick auf Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die einzelnen Kapitel sind entstanden aus der Projektarbeit von sechs Autoren, die ihre Ausführungen aufeinander abgestimmt haben in dem Wunsch, ihre Ergebnisse als ein gemeinsames Produkt zu verstehen. ... Eine ... vorangestellte Zusammenfassung sämtlicher Kapitel sowie eine nachgestellte Kurzfassung der Essentials erleichtern den Überblick ..." (http://www.socialnet.de/rezensionen/8065.php)
From the Back Cover
Problemfelder wie der Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt und das Schwinden der Vorräte fossiler Energieträger stellen die Menschheit vor hochkomplexe Herausforderungen. Für eine angemessene Reaktion ist nicht nur ein erhebliches Sachwissen erforderlich, sondern auch die Fähigkeit, dies mit Blick auf die Erfordernisse einer nachhaltigen und im generationenübergreifenden Maßstab gerechten Entwicklung in wirksames Handeln umzusetzen. Ohne eine weltweite Bildungsinitiative, so heißt es etwa in der Agenda 21, sei dies nicht zu gewährleisten. Die im Rahmen eines Projektes der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH im interdisziplinären Diskurs erarbeitete Studie markiert die Erfordernisse eines nachhaltigen und gerechten Handelns und analysiert die notwendigen Voraussetzungen für dessen Erfolg. Auf der Grundlage klarer begrifflicher Unterscheidungen zwischen einem planungsrationalen Konzept der Nachhaltigkeit und einem an die moralphilosophische Tradition anschließenden Konzept der generationenübergreifenden Gerechtigkeit werden Strategien ausgewiesen, die in den Problemfeldern der genannten Art dem Planen und Entscheiden des Einzelnen Orientierung bieten können. Die Umsetzung in wirksames Handeln setzt allerdings voraus, dass Zielkonflikte bewältigt und kollektive Entscheidungsdilemmata überwunden werden können, dass der Einzelne angesichts von Risiken, Ungewissheiten und überkomplexen Informationsmengen entscheidungs- und handlungsfähig bleibt und in der Lage ist, langfristige Pläne zu entwickeln. Die Kompetenzen, über die er hierfür verfügen muss und um deren Vermittlung sich schulische Bildung verstärkt bemühen sollte, werden aus den aufgewiesenen Handlungserfordernissen und den zu überwindenden Handlungshemmnissen systematisch abgeleitet und begründet. Die Studie schließt mit einem Katalog expliziter Empfehlungen, wie die Gesellschaft und ihre Institutionen eine Bildung für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung umsetzen könnten.