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Emperor Maximilian II Hardcover – September 1, 2001
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- Print length368 pages
- LanguageEnglish
- PublisherYale University Press
- Publication dateSeptember 1, 2001
- Dimensions6.5 x 1 x 9.5 inches
- ISBN-100300085273
- ISBN-13978-0300085273
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"This is a comprehensive work on a neglected, but significant and fascinating, ruler." -- Robert Evans, Regius Professor of Modern History, University of Oxford
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Product details
- Publisher : Yale University Press; First Edition (September 1, 2001)
- Language : English
- Hardcover : 368 pages
- ISBN-10 : 0300085273
- ISBN-13 : 978-0300085273
- Item Weight : 1.41 pounds
- Dimensions : 6.5 x 1 x 9.5 inches
- Best Sellers Rank: #290,340 in Books (See Top 100 in Books)
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Paula Sutter Fichtner gehört zu einer kleinen Gruppe amerikanischer und britischer Historiker, die wichtige Beiträge zur Geschichte der (österreichischen) Habsburger und der Donaumonarchie vorgelegt hat. Zu dieser Gruppe zählen auch Robert Bireley, Robert Evans, Charles Ingrao und Alan Sked, um nur die bekanntesten Namen zu nennen. Fichtner hat 1982 eine Biographie Kaiser Ferdinands I. veröffentlicht. Zwanzig Jahre später folgte die Biographie über Ferdinands ältesten Sohn und Nachfolger, Maximilian II. Der schlanke Umfang des Buches lässt nicht erahnen, wie intensiv sich Fichtner mit Maximilians Herrschaft beschäftigt hat. Wie ein Blick in die Anmerkungen zeigt, ist Material aus zahlreichen deutschen, österreichischen, tschechischen und spanischen Archiven in die Biographie eingeflossen. Das Buch ist hervorragend geschrieben. Fichtner bedient sich einer einfachen und klaren Sprache; sie kommt ganz ohne Fachjargon aus. Daher ist die Biographie nicht nur für Fachhistoriker geeignet, sondern auch für historisch interessierte Laien und Habsburg-Enthusiasten. Das Buch steht konkurrenzlos da, denn andere Biographien Maximilians II. gibt es derzeit nicht. Leider hat kein deutscher oder österreichischer Verlag den "Mut" aufgebracht, eine deutschsprachige Ausgabe des Buches herauszubringen. Die Annahme, dass Maximilian II. als historische Figur nicht wichtig genug sei, um eine Übersetzung der Biographie zu rechtfertigen, mag dabei eine Rolle gespielt haben. Wer sich ernsthaft mit den Habsburgern beschäftigt, der kommt an Fichtners Buch nicht vorbei. Maximilian II. gehört zu den vielen Habsburgern, an denen sich die "Tragik" der Dynastie illustrieren lässt, das Spannungsverhältnis zwischen großen, im Grunde unlösbaren Aufgaben einerseits, widrigen Umständen und unzureichenden Ressourcen andererseits. Beide Zweige des Hauses arbeiteten sich im 16. und 17. Jahrhundert an einer Vielzahl von Gegnern, Problemen und Herausforderungen ab. Die Anstrengungen, die die Habsburger sich und ihren Ländern aufbürdeten, waren gewaltig; dürftig und enttäuschend waren allzu oft die Ergebnisse.
Die Biographie ist chronologisch angelegt. Auf recht knappem Raum bietet Fichtner ein facettenreiches Porträt des Menschen und Herrschers Maximilian. In einigen Kapiteln unterbricht Fichtner die Erzählung, um Sachthemen zu erörtern, etwa Aufbau und Arbeitsweise der Wiener Regierungsbehörden, Reformprojekte, das Alltagsleben am Wiener Hof und die musischen Interessen des hochgebildeten und kunstsinnigen Kaisers. Die ersten vier Kapitel behandeln Maximilians Leben bis zur Nachfolge im Kaisertum 1564. Mehrere Leitmotive durchziehen die Biographie, etwa das spannungsreiche innerdynastische Beziehungsgeflecht und die Frage nach Maximilians persönlichem Glauben. Seinem spanischen Vetter, Philipp II., galt Maximilian als verkappter Protestant. Im Familienkreis, aber auch in Rom erregte Maximilian als junger Mann und später als Kaiser Anstoß mit seiner konzilianten Haltung gegenüber den Lutheranern, seinem Werben für eine friedliche Überwindung der Glaubensspaltung und seinem unklaren Standpunkt in Glaubensdingen. Da er in Religionsfragen kein Hardliner war und als Verfechter des Augsburger Religionsfriedens von 1555 auftrat, genoss Maximilian unter den protestantischen Fürsten Deutschlands zunächst hohes Ansehen. Auf lange Sicht konnte er aber keine der beiden konfessionellen Parteien vollauf zufriedenstellen. Obwohl er dank einer päpstlichen Erlaubnis das Abendmahl in beiderlei Gestalt empfangen durfte, trat Maximilian nie zum Protestantismus über. Gegen Ende seiner Regierung neigte er mehr dem katholischen Lager zu, ohne aber mit den Evangelischen zu brechen. Er saß zeitlebens zwischen den Stühlen. Katholiken und Protestanten wussten nie genau, woran sie bei Maximilian waren. Als Maximilian die Regierung antrat, hatten sich die beiden konfessionellen Lager im Deutschen Reich bereits so verfestigt, dass die Glaubensspaltung unumkehrbar war. Mit seinem Wunsch, Katholiken und Protestanten zu versöhnen und zusammenzuführen, stand Maximilian allein. Ohnedies besaß er als Kaiser keine Mittel, die ersehnte Wiedervereinigung in die Wege zu leiten, geschweige denn zu erzwingen. Der Kaisertitel war prestigereich, doch das Kaisertum als solches bot kaum politische Gestaltungsmöglichkeiten. Die Verschärfung der konfessionellen Konflikte in Westeuropa (Frankreich, Niederlande) wirkte sich zusätzlich erschwerend auf Maximilians Vorhaben aus, die Glaubensspaltung friedlich zu überwinden.
Auch zwei andere ehrgeizige Ziele, die er sich bei Regierungsantritt setzte, konnte Maximilian nicht verwirklichen. Die Befreiung des türkisch besetzten Teiles Ungarns glückte ihm nicht. Ein Feldzug im Jahr 1566 endete ergebnislos. In den habsburgischen Erblanden musste sich Maximilian die Herrschaft mit seinen jüngeren Brüdern Ferdinand und Karl teilen. Die Ressourcen des Brudertrios reichten nicht aus, um eine schlagkräftige Armee aufzustellen. Eine Mobilisierung des Reiches gegen die Türken war mühselig. Die Reichsfürsten drückten sich davor, den Habsburgern Hilfe zu leisten. Deshalb unternahm Maximilian nach dem Fiasko von 1566 keinen weiteren Versuch, gegen das Osmanische Reich in die Offensive zu gehen. Auch die überfällige Reform der Verwaltung in den habsburgischen Erblanden gelang Maximilian nicht. Wohl erkannte der Kaiser die Mißstände, aber ihm fehlte der Mut für radikale Maßnahmen. Die Wiener Behörden blieben schwerfällig; eine einheitliche, zentralistische Verwaltung für Österreich, Böhmen und Ungarn wurde nicht aufgebaut. Die Habsburgermonarchie war kein Staat im modernen Sinne, sondern ein Konglomerat von Ländern, die ihr Eigenleben führten und nur durch die Person des Herrschers zusammengehalten wurden. Ständig befand sich Maximilian in Geldnöten. Eine Steigerung der Steuereinnahmen gelang ihm nicht. Auch aus diesem Grunde war sein politischer Handlungsspielraum begrenzt. In Niederösterreich forderten die Stände im Gegenzug für die Steuerbewilligung Zugeständnisse in Religionsfragen. Maximilian gab nach und gestattete dem Adel Niederösterreichs die protestantische Religionsausübung in privatem Rahmen. Der finanzielle Ertrag dieses Tauschgeschäfts war gering; umso größer war die Empörung derjenigen Mitglieder der Dynastie, die eine stramm katholische Linie vertraten. Wie sehr sich Maximilian auch bemühte, nichts wollte ihm glücken und gelingen. In seinen letzten Lebensjahren wirkte der Kaiser auf seine Umgebung lethargisch, freudlos und resigniert. Chronische gesundheitliche Probleme untergruben seinen Lebenswillen. Seinen Tod während des Regensburger Reichstages 1576 mag Maximilian als Erlösung empfunden haben. Die Kaiserkrone war ihm zuletzt nur noch eine Bürde.
Fichtner kommt zu dem Schluss, dass die Gründe für das Scheitern Maximilians II. nicht in persönlichem Unvermögen zu suchen sind. Der Kaiser war kein Faulpelz und auch kein weltflüchtiger Phantast wie sein Sohn, Rudolf II., der als "Einsiedler von Prag" in die Geschichte eingegangen ist. Maximilian war ein intelligenter Mann; er verfügte über beachtliche politische Erfahrung, als er 37-jährig die Nachfolge seines Vaters antrat. Die Tragik, so Fichtner, bestand darin, dass Maximilian seine Ziele und seine Ressourcen nicht ins rechte Verhältnis zu bringen vermochte. Er überschätzte seine Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Als Kaiser kam Maximilian nicht gegen die dysfunktionale Reichsverfassung an. Die Sonderstellung der Habsburger in Europa erwies sich als Handicap, nicht als Vorteil, der Maximilian das Regieren hätte erleichtern können. Der Kaiser verzettelte sich, weil er auf zu vielen Ebenen gleichzeitig tätig war. Er spielte in der "Oberliga" der europäischen Mächte, ohne aber die Mittel zu besitzen, die nötig gewesen wären, um Erfolge zu erzielen. Die Entstehung eines habsburgischen Reiches, das sich über ganz Europa erstreckte, erwies sich für die Dynastie mehr als Fluch denn als Segen. Kaiser Karl V. dankte ab, als seine Kräfte versagten. Philipp II. trieb Spanien an den Rand des Zusammenbruchs. Kaiser Rudolf II. kapitulierte vor den komplexen Verhältnissen im Reich und in Europa und zog sich in eine bizarre Parallelwelt zurück. Sein Bruder Matthias verdrängte ihn von der Macht, konnte aber als Kaiser den Absturz Deutschlands in den Religionskrieg nicht verhindern. Die Habsburger hatten sich übernommen. Das Scheitern Maximilians II. ist daher kein Sonderfall; es kann als typisch gelten. Paula Sutter Fichtners Buch ist eine vorzügliche Biographie und ein wertvoller Beitrag zur Geschichte der Habsburger im 16. Jahrhundert. Zu bemängeln ist lediglich, dass die Biographie keine Stammtafeln und keine Landkarten enthält.

