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Genug gegendert: Eine Kritik der feministischen Sprache (German Edition) Kindle Edition
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- LanguageGerman
- Publication dateJuly 29, 2015
- File size520 KB
Product details
- ASIN : B012ZKLDJY
- Publisher : Projekte Verlag Jena (July 29, 2015)
- Publication date : July 29, 2015
- Language : German
- File size : 520 KB
- Text-to-Speech : Enabled
- Screen Reader : Supported
- Enhanced typesetting : Enabled
- X-Ray : Not Enabled
- Word Wise : Not Enabled
- Sticky notes : On Kindle Scribe
- Print length : 144 pages
- Best Sellers Rank: #4,640,865 in Kindle Store (See Top 100 in Kindle Store)
- #1,707 in Language, Linguistics & Writing in German
- #28,712 in Words, Language & Grammar (Kindle Store)
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Die Polizei, deine Freundin und Helferin" und
warum "99 Sängerinnen und 1 Sänger" zurecht 100 Sänger sind.
Wisst ihr, ich habe wirklich Glück in letzter Zeit, wenn ich Suchbegriffe bei Amazon eingebe.
Es erscheinen am Bildschirm lauter neue und interessante Bücher. Aber so ein Treffer wie GENUG GEGENDERT!" von Tomas Kubelik, hab ich seit langem nicht mehr gehabt. Leute, ich weiß, ich bin kein besonderer Buchbesprecher, erstens weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist, zweitens weil ich parteiisch" bin, also ein wahrer Gerechtigkeits- und Gleichstellungsfanatiker und somit zugleich ein Antifeminist. Mit andern Worten, ich liebe das Deutsche, und ich kann das Sexistische und Menschenfeindliche auf TeufelIn komm raus" nicht ausstehen. Und wo der gesunde Menschenverstand, Logik und Sprachneutralität durch das ach so moderne politisch korrekte" Gendern in der Sprache verdrängt werden, dort werde ich wirklich wütend. Und glaubt mir, heutzutage in Österreich kann man diesbezüglich ziemlich wütend werden. Denn in Österreich, wo ich seit einem Jahr auch lebe, ist die Situation, was die Sprachverunstalltung angeht, noch vieeeeeel absurder als in Deutschland. Daher freue ich mich sehr, ein Buch zu beschreiben, dessen Titel nicht menschlicher formuliert werden könnte: Genug Gegendert!"
Nun fragte ich mich zuerst, wer ist dieser Autor, Tomas Kubelik? Mir ist wichtig zu wissen, wer schreibt das, was ich lese, denn wenn der Autor ideologisch verblendet ist, muss man die Hälfte des Geschriebenen schon mal in der Regel abschreiben" oder gar ganz aufs Lesen verzichten. ... Ich fand Tomas Kubelik nicht ganz leicht. Spärliche Daten im Internet, keine Website... In der Slowakei geboren, aufgewachsen in Deutschland, promoviert in Österreich, und nein, keine universitäre Koryphäe", kein mit Steuergeldern gesponserter Sprachguru", der an den Machthebeln sitzt und per Anordnung die Sprache gendert"... keinesfalls.
Dr. Tomas Kubelik, den Fachmann par excellence, fand ich auf der Lehrerliste des Stiftsgymnasiums Melk, in Österreich.
Nun, liebes unbekanntes Stiftsgymnasium, glücklich sollst Du dich wissen! Denn erstens hast du eine Lehrkraft mit einer Kompetenz in eigenem Fach, die nur wenige haben, zweitens hast du einen Freigeist, der mutig genug ist in der Zeit des faschistoiden Feminismus so eine Schrift herauszugeben. Und wer belesen ist und informiert, der weiß: ein Freigeist und ein Gymnasium, das zur Demokratie erzieht und diese fördert, beides ist in der Zeit, die beherrscht wird von der totalitären feministischen Ideologie, sehr selten zu finden. Denn Gymnasien sind schon längst Neste feministischer PC-Gehirnwäsche, in welchen männliche Schüler benachteiligt werden (Rettet unsere Söhne" - Arne Hoffmann) und Freigeister, die sich als Einzelkämpfer gegen die PC auflehnen, kann man mit der Lupe suchen.
Die meisten haben Angst um ihre Stelle oder befürchten sonstige Repressalien, ganz wie im Kommunismus oder in Hitler-Deutschland.
Was früher in der DDR Parteitreue war, das ist heute politisch korrekt bleiben...
Mit anderen Worten: was früher Faschismus oder Kommunismus tat, beschert und heute der Feminismus: totalitär, ideologisiert, Hasserfüllt. Nur, anstatt Juden, sind jetzt Männer und Jungs dran.
Nun zum Buch: eher ein Büchlein, 110 geschriebene Seiten, davon 16 mit Literaturverzeichnis und Fußnoten belegt. Ein Genuss zum Lesen, denn Tomas Kubelik WEISS, wovon er spricht.
Und jede seiner Aussagen belegt es minuziös. Lediglich würde ich in der Einleitung ebenfalls mehr Quellennachweis und Fußnoten wünschen... Ich jedenfalls verschluckte das Buch in zwei Zugfahrten.
In sieben Kapiteln, amüsant, zuweilen aber auch mit erschreckender Realitätsbeschreibung, stets sachlich, benennt er die Lage, die Problematik der Geschlechter in der Sprache, analysiert die Formen des Genderns in der Sprache (Doppelnennung, Schrägstrich und das Binnen-I, substantivierte Partizipien und radikale Varianten" ) und führt zahlreiche Beispiele auf. Diese Radikale Varianten" sollt ihr mal lesen, da schüttelt ihr den Kopf nur von dem Wahnsinn, was da von den offensichtlich stark persönlichkeitsgestörten Wissenschaftlerinnen" vorgeschlagen wird.. Des Kaisers neues Kleid...
Nun, Kubelik ist sich des Risikos, so ein Buch zu schreiben, durchaus bewusst, da schreibt er:
Um heutzutage glaubwürdig zu erscheinen und ernstgenommen zu werden, sind nicht primär fachliche Qualifikationen, argumentative Stichhaltigkeit und überzeugendes Auftreten vonnöten, sondern die Anpassung an vorgegebene Sprachcodizes. Wer dagegen verstößt, wird medial und politisch sehr schnell an den Pranger gestellt, als politisch untragbar diffamiert und häufig in seinen Aktivitäten eingeschränkt. Der Herrschaft der political correctness geht es nicht um die Auseinandersetzung mit Argumenten, um die Kraft der Gedanken, sondern um Macht."
Und dann Liefert er auf knapp 100 Seiten eben das, was PC-IDEOLOGIE nicht ausstehen kann: Argumente ohne Ende, kraftvolle Gedanken, und immer wieder verblüffende, fachlich-argumentative Stichhaltigkeit. Ja, es macht wirklich Freude zu lesen, wie er die WissenschaftlerInnen" regelrecht demontiert, sie zitiert, um dann alle ihre Argumente auf den Folgeseiten zu widerlegen. Beleuchtet stichhaltig deren Forschungsarbeiten", zeigt deren Schwächen und deren manipulativen Charakter, mit anderen Worten, er entlarvt eine Menge der sog. psycholinguistischen Forschungen.
Für mich gab es auch Neuheiten in diesem Buch, was die Perversität der Genderomanie" betrifft. Wusstet Ihr, dass unser EU-Parlament die Begriffe Vater und Mutter durch ELTER" ersetzen wollte? Weil Vater und Mutter nicht gendergerecht wären Heute hat mir mein Elter Frühstück gemacht" ist doch toll oder?
Wunderbar ist der Kapitel GENUS≠SEXUS, in dem der Autor klar und verständlich den Hauptirrtum der feministischen Linguistik anspricht: nämlich die Gleichsetzung zwischen dem grammatischen Genus (also die grammatisch männliche Form, die BEIDE biologische Geschlechter meint: z.B. Studenten, Musiker, Wähler, auch generisches Maskulinum genannt) und dem biologischen Geschlecht (männlich / weiblich). Merkt euch: unter dem Begriff die Studenten" sind nicht Männer beschrieben und Frauen mitgemeint", sondern MENSCHEN beschrieben und dabei alle, Männer und Frauen gleichermaßen, bloß mitgemeint". Schade, dass die feministische Diktatur soweit schon ins Bewusstsein sich hineinbohrte, dass ich so einen Satz überhaupt ERKLÄREN muss...
Die Sprache, so der Autor, bevorzuge eigentlich die Frauen, denn im Unterschied zu den Männern, haben sie eine eigene, nur die Frauen umfassende Form. Eben durch das berühmte -in" und -innen". Dieses In und -Innen", stets und überall mit Gewalt hineingequatscht, macht die Sprache nicht nur unnötig komplizierter und abstoßender und länger, sondern erreicht genau das Gegenteil von dem angeblich Beabsichtigten: es diskriminiert die Frauen, denn wenn so weiter Hirnwäsche betrieben wird, kommen wir IN DER TAT an den Punkt, wo bei dem generischen Maskulinum die meisten Leute wirklich die Frauen nicht mehr mitmeinen werden. Es schließt also Frauen bewusst AUS, aus dem Alltagsdeutsch, aus welchem der generische Maskulinum wohl nicht auszutreiben sei, - sehr zum Unglück der Genderisten und -Istinnen.
Überzeugend stellt Kubelik dar, wie das nervige Beharren auf dem Betonen des Geschlechts in der Sprache eigentlich die einst neutrale Sprache erst sexistisch macht und die Frauen benachteiligt. Gute Beispiele gibt uns der Autor: Als Doktorin der Theologie habe ich beim Bildungswerk bessere Einstellungschancen". Nun frage ich mich: liegen die besseren Chancen" am Doktorgrad oder an der Vagina, bestimmt meint sie die Frauenquote? Nein? Will sagen: das Betonen des Geschlechtes wie z.B. hier beim Titel vermindert eben diesen Titel, führt oft zu Undeutlichkeiten und öffnet Tür und Tor für neue Witze und Gehässigkeiten der Frau Doktorin" gegenüber. Andererseits, die beste Ärztin einer Klinik" leidet auch durch die Betonung des Geschlechts, weil ihre Bedeutung durch -in" gemindert ist. Vielleicht ist sie die beste Ärztin, aber es gibt 10 Ärzte, die besser sind.
So geht es allen: Die Frau Ärztin oder Ministerin oder Studentin - die alle haben das einem verkrampften, ideologisierten und vollkommen falschen Genderwahn zu verdanken.
Das Buch ist meines Erachtens sehr klar und verständlich geschrieben - keinesfalls bleibt es nur bei der Sprache... Schon bei der Einleitung stellt der Autor die sprachfeministische Bewegung zu Recht in Verbindung mit allgemeinen radikalfeministischen Tendenzen der Gesellschaft. Die Opferrolle, die Pay-gap-Lüge, die verfälschten Statistiken... Und ja, vieles von diesem Genderwahn kommt von links", da hat er Recht. Ich selbst erlebte es in meiner linken" Zeit, ehe ich mich wegen unerträglicher Diskriminierung der Männer zurückzog.
Ich konnte nicht mehr die Benachteiligung der fähigen Männer und die Zwangswahl der z.T. einfach dummen Frauen mit ansehen. Das hieß Quote" bei der Partei damals. Will sagen: das Gendern nervt und ist unnötig, dafür muss man nicht rechts" oder links" politisch stehen. Dafür muss man nur einen gesunden Menschenverstand haben, meine ich.
Ich komme also nicht umhin, die meisten gesellschaftlichen Beobachtungen des Autors zu bejahen. Wisst ihr? Dieses Gefühl, du liest etwas und dann am Ende des Satzes geht es dir durch den Kopf: Jawohl genau so!"
So Leute, das war meine Ansicht. Ich wünsche dieses Buch würden ALLE Bundestagabgeordneten in Deutschland und Österreich als Zwangslektüre verordnet bekommen. Zum Beispiel mit einer Gendergerechten Lektüre-Anordnung" des Frauenministeriums?
Das wäre was, oder?
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Im zweiten Kapitel »Der Irrtum« deckt Kubelik an zahlreichen plausiblen Beispielen die haltlose Axiomatik und die Widersprüchlichkeit der feministischen Linguistik auf. Dabei muss er nicht einmal auf das komplette fachliche Arsenal zurückgreifen, um den Leser voll und ganz zu überzeugen: Das Suffix -er in »Wähler« z.B. - es geht zurück auf das lateinische Suffix -ari- (etwa in instrumentarium) - ist selbst keine Genus-Endung und bleibt deshalb ohne eine solche geschlechtsunspezifisch. Während sich mit »Wähler« also männliche und weibliche Wahlberechtigte in gleicher Weise angesprochen fühlen können, geht es bei »Wählerinnen« ausschließlich um weibliche Personen. Da die deutsche Sprache ein entsprechendes männliches Spezifikum in biologischem Sinne nicht kennt, bietet sie sogar mehr Möglichkeiten, das Weibliche hervorzuheben als das Männliche. Davon unbeschadet bleibt die Frage, ob es dem Sprecher oder dem Schreiber in den meisten Fällen nicht vorrangig um andere Aussagen als um sexuelle Zugehörigkeiten geht. Wen interessiert z.B. in Sätzen wie dem folgenden das biologische Geschlecht: »Die Wähler entschieden sich vorrangig für Kandidaten, die sich für eine bessere Integration von Flüchtlingen einsetzen«, wo es doch eine Binsenweisheit ist, dass es sich bei Wählern, Kandidaten und Flüchtlingen ausnahmslos um Männer und Frauen handelt? Umgekehrt stellt sich die Frage, warum eigentlich nur Männer und Frauen symmetrisch zur Sprache gebracht werden sollten. Es sei nicht einzusehen, »warum zwar von vielen verlangt wird zu sagen 'Amerikanische Ärztinnen und Ärzte begehen häufig Kunstfehler,' nicht aber 'Junge und alte amerikanische Ärzte begehen häufig Kunstfehler' oder 'Amerikanische Ärzte, die Aufsteigerfamilien und jene, die dem Bildungsbürgertum entstammen, begehen Kunstfehler.' Das Wort 'Ärzte' sagt über all die Besonderheiten der Personen nichts aus, und das ist die Stärke eines solchen Ausdrucks. Eine Aufzählung aller Untergruppen der mit dem Wort 'Ärzte' bezeichneten Gruppe wäre der Kollaps jeglicher Kommunikation. Dennoch erhebt eine Minderheit die Forderung, bei allen Personenbezeichnungen müsse das Geschlecht explizit erwähnt werden.« (S. 65)
Im dritten Kapitel geht es um »Formen des Genderns«. Die Doppelnennung, das sog. Splitting, hat, wie Kubelik an mehreren Beispielen zeigt, eine ungemeine Verlängerung der Sätze zur Folge, ohne dass sich dadurch ihr Informationsgehalt erhöht, und »lenkt vom Wesentlichen der Satzaussage ab« (S. 81). Eine weitere Form des Genderns ist die Verwendung des Schrägstrichs. Am Beispiel eines Satzes aus einem Deutschbuch ('Etwa zehn SchülerInnen setzen sich in einen Gesprächskreis, eine/r übernimmt die Diskussionsleitung! Hinter jeder/m steht ein/e BeobachterIn, weiter BeobachterInnen können frei stehen und sich Notizen machen') demonstriert Kubelik, dass nach diesem Verfahren gebildete Sätze »den Redefluss konterkarieren und kaum mehr sinnvoll laut gesprochen werden können« (S. 85). Das selbe Problem sieht er im - beim Sprechen einen sonderbaren Glottisschlag erfordernden - Binnen-I. Darüber hinaus stemmen sich Wörter mit dem Binnen-I vielfach gegen ihre Deklinierung und stehen vielleicht auch deshalb den (derzeit noch!) gültigen Rechtschreibregeln entgegen. Das in jüngerer Zeit anstelle des Binnen-I in Mode gekommene Gendersternchen und der »Gender_Gap«, mit denen sämtlichen sexuellen Orientierungen und Vorlieben subsumptiv Rechnung getragen werden soll, erweisen sich diesbezüglich in keinerlei Weise als konstruktiver, d.h. auch sie stiften bei konsequenter Anwendung wie das Binnen-I in erster Linie nur Verwirrung.
Im weiteren Verlauf des Kapitels befasst sich Kubelik mit Möglichkeiten geschlechtsneutralen Formulierens etwa durch die Substantivierung von Partizipien (Studierende statt Studenten, Mitarbeitende statt Mitarbeiter) oder durch die Vermeidung von Personenbezeichnungen (Direktion statt Direktor, Präsidium statt Präsident), die alle letztlich nur zur Einebnung von Bedeutungsdifferenzen und zur Zerstörung sprachlichen Reichtums führen. (S. 99)
Im vierten Kapitel zeigt Kubelik »Fehler und Inkonsequenzen« bei Zahl- und Mengenangaben, zusammengesetzten Wörtern und negativ besetzten Wörtern auf und geht dabei auch auf die Tücken der Etymologie, also der Wortherkunft ein. Dabei setzt er sich u.a. mit aus radikal feministischer Sicht »roten Tüchern« wie die Worte man, jemand und niemand auseinander, um nur diese Beispiele zu nennen.
Im Mittelpunkt des fünften Kapitel »Psycholinguistik« stehen die fragwürdigen Methoden, Ergebnisse und Interpretationen von diversen Personenbefragungen nach der geschlechtsbezogenen Zuordnung des generischen Maskulinums durch feministische Linguistinnen. Kubelik befasst sich mit mehreren solcher wissenschaftlich zweifelhaften Studien und geht auch hier mit seiner Kritik sehr scharfsinnig vor, wobei es ihm freilich jene Expertisen, in denen trotz offensichtlich präjudizierter Ergebnisse der Aussagewert unterm Strich recht mager ausfällt, besonders leicht machen.
Im sechsten Kapitel »Die Folgen« greift Kubelik einige der in den vorangegangenen Kapiteln getroffenen Feststellungen noch einmal auf und vertieft sie, indem er Fragen nachgeht wie »Kommt es wirklich auf das Geschlecht an?« (Stichwort: Sexualisierung der Sprache) und »Was ist guter Stil?« (Stichwort: Ökonomie - ein sprachliches Grundprinzip; Redewendungen, die einer konsequenten Sexualisierung der Sprache zum Opfer fallen müssten). An treffenden Beispielen zeigt er die unverzichtbaren Vorzüge des generischen Maskulinums als geschlechtsübergreifendes sprachliches Ausdrucksmittel.
Im Schlusskapitel »Was tun?« weist er den Leser auf Möglichkeiten hin, sich dem Gendern zu widersetzen.
An nicht wenigen Stellen zitiert Kubelik ideologisch unvoreingenommene Linguistinnen, deren Aussagen seine Kritik am gegenderten Deutsch untermauern, womit deutlich wird, dass es keine Dichotomie in männliche und weibliche Wissenschaft geben kann, sondern dass wissenschaftliche Grundregeln gültig sind für alle, deren Arbeiten von der Fachwelt ernstgenommen und mit dem Gütesiegel Wissenschaftlichkeit ausgezeichnet werden wollen.
Mit dieser Rezension habe ich hoffentlich nicht zu viel vorweggenommen sondern Appetit auf ein gut verständlich und auf weite Strecken auch sehr unterhaltsam geschriebenes Buch gemacht, das vor schlagenden Beispielen nur so strotzt und als Argumentationshilfe gegen das Gendern wertvollste Dienste leistet. Für nur 14,90 Euro (Taschenbuchausgabe) ist es eine Anschaffung und eine Weiterverbreitung unbedingt wert.
Nach der inzwischen dreifachen Lektüre des Buches wünsche ich jetzt nur noch mir Eines: Einen öffentlichen Disput zwischen Tomas Kubelik und Luise F. Pusch.
In seiner Einführung räumt Tomas Kubelik kurz mit weit verbreiteten und ständig runter gebeteten feministischen Glaubenssätzen auf, von denen die angebliche sprachliche Unterdrückung von Frauen nur einer ist. Sodann setzt seine Kritik bei der Sprache der political correctness an, von der das feministische Neusprech eine Teilmenge darstellt. Er zeigt klar die totalitären Tendenzen dieser von oben verordneten Sprachnorm auf, die sich auf leisen Sohlen in der Gesellschaft breit macht. Im Folgenden beschäftigt sich der Autor dann genauer mit der feministischen Linguistik, ihren Zielen, Methoden und Wurzeln. Dabei wird an Originalzitaten ihrer Protagonisten klar, dass es sich bei der feministischen Linguistik letztlich um ein sexistisches Projekt handelt, das unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung Misandrie offenbart. Im anschließenden Kapitel wird der Grundirrtum der feministischen Linguistik offen gelegt: die Gleichsetzung des grammatikalischen Geschlechts mit dem biologischen. Anhand der Kontexte wird nachgewiesen, dass auch bei historischen Texten das generische Maskulinum geschlechtsübergreifend verstanden worden sein muss. Es folgt eine ausführliche Darstellung aller Formen des Sprachgenderns und seiner absurden Konsequenzen. Eine davon ist die Tatsache, dass etwa beim Binnen-I das Geschriebene vom Gesprochenen abweicht - eins der zahllosen ungelösten Probleme dieser aufgezwungenen Sprachnorm. Im nächsten Kapitel zeigt der Autor nun auf, welche Fehler, Inkonsequenzen und Inkonsistenzen aus der Anwendung des feministischen Neusprechs folgen. Spätestens hier wird klar, dass dieses Projekt sprachlogisch überhaupt nicht durchführbar ist. Die logischen Inkonsistenzen sind nicht auflösbar. Die Ausdrucksweise wird unnötig verkompliziert, ohne dass es einen Verständnisgewinn gäbe, die Lesbarkeit von Texten würde eklatant erschwert und das Geschlecht würde dauernd in Zusammenhängen in den Fokus gerückt, die nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Damit befördern die Verfechter des feministischen Neusprechs gerade den Sexismus, den sie eigentlich bekämpfen wollten. Im nächsten Kapitel widmet sich Tomas Kubelik der Psycholinguistik, die angeblich die wissenschaftlichen Begründungen für die Einführung der Sprachnorm geliefert hätte. Hier soll herausgefunden worden sein, dass das generische Maskulinum Frauen in der Sprache "unsichtbarer" als Männer macht. Der Autor zeigt jedoch klar an vielen Beispielen, dass die entsprechenden Studien nicht einmal minimale Wissenschaftsstandards erfüllen. Es wird dort mit schwammigen Begriffen operiert, Forscher sind von feministischem Wunschdenken okkupiert, arbeiten nicht unvoreingenommen und ergebnisoffen, wenden falsche oder unzulängliche Methoden an und sind unfähig, die Tragweite von Statistiken richtig einzuschätzen und zu interpretieren. Es werden Daten nicht-repräsentativ erhoben, teils mit zu geringer Stichprobe und mit den vermuteten Abweichungen, die einerseits meist marginal sind und bei denen andrerseits nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass sie auf Zufall beruhen. Die schlimmsten Fehler werden jedoch dort begangen, wo man die Kontextabhängigkeit der Sprache einfach ignoriert. So können Effekte beim generischen Maskulinum überhaupt erst entstehen, wenn man die Aufmerksamkeit in einer Befragung auf das Geschlecht lenkt, ansonsten aber gar nicht vorhanden sein. Dies wird in keiner der Studien berücksichtigt. Hier offenbart sich am meisten die ideologische Blindheit der feministischen Forschung. Im letzten Kapitel geht es dann um die Folgen der verordneten Gender-Sprachnorm: Verkomplizierung der Sprache, Überbetonung des Geschlechts, Zurücktreten von Inhalten zu Gunsten der Form und Verlust von Klarheit.
Das alles schreibt Tomas Kubelik in einer klaren, unmissverständlichen Sprache und in einem hervorragenden Stil. Das Lesen hat mir großes Vergnügen gemacht und ich kann das Buch all denen empfehlen, die sich diesem feministischen Neusprech nach Orwell-Manier nicht beugen wollen. Ich habe jedenfalls diesen Gender-Unsinn konsequent aus meinem Leben verbannt.
Zwei personenbezogene „gegenderte“ Substantive, zwei „ein-gegenderte“ „sein/ihr“ und schon ist viel für Unklarheit, Widersprüchlichkeit und Missverständnisse getan.
Wird das Schriftliche schon oft absurd, so wird dies beim Mündlichen, der Sprache, noch gesteigert. Oft genug geht dies gar nicht. Wer spricht mit "Schrägstrich", "Unterstrich", "Klammer" oder "Sternchen"?
Das fatale Missverständnis des radikalen Feminismus ist, dass der Genus (das grammatische Geschlecht) mit dem Sexus (dem biologischen Geschlecht) verwechselt bzw. gleichgestellt wird. Die Gleichstellung von Männern und Frauen wird gewiss nicht dadurch erreicht, dass die Sprache verhunzt wird. Wer gibt den Feministinnen und den gefolgsamen, weil oberflächlich angepassten, sprachinkompetenten Bürokraten das Recht, Vorschriften über den Sprachgebrauch zu machen? Niemand! Sprache ist Volks- und Bürgergut, aber keine orwell'sche (1984) Gestaltungsmaße.
Kubelik zeigt den neuen Kaiser ohne Kleider, und wer sein Buch gelesen hat, wird es sich künftig schwer überlegen müssen, ob er (und "er" steht eben nicht nur für "Mann", sondern gleichwertig auch für "Frau" - wie Kubelik kompetent darlegt!) sich an diesem Unfug noch beteiligen will.
Wem das Lesen schon immer zu mühsam ist, kann sich auch bei You tube seinen Vortrag anhören. Er verpasst dann aber auch einige Erkenntnisse, die (gerade in seinem Buch) Sprache ausmachen: Klarheit, Kürze und Kompetenz!
Wer glaubt, es müsse mehr für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft getan werden, sollte sich durchaus darum bemühen – die Sprache zu vergewaltigen ist dafür aber gewiss nicht der geeignete Weg.
Vor allem wichtig aber ist eine geschlechtsneutrale Sprache. Hier werden völlig falsch genus-grammatikalisches – und sexus-biologisches Geschlecht gleichgesetzt. Sprache hat eine lange Tradition. Warum bei den Römern die Sonne-sol-masculin, der Mond-luna-feminin war und warum sie sich bei der Wanderung nach Germanien einer Geschlechtsumwandlung unterzogen, ist nicht erklärbar.
Traurig ist nur, dass selbst der Duden alberne feministische Sprachverrenkungen akzeptieret und ‚frau‘ als Ergänzung zu ‚man‘ aufnimmt genauso wie ‚Vorständin‘ und ‚ihrerzeit‘. Warum in Behörden, bei Journalisten, in Schulbüchern den Forderungen einer feministischen Minderheit nachgegeben und damit ein Beitrag zur Verhunzung der Sprache hingenommen wird, ist unverständlich. Kubeliks Buch bringt eine Fülle von Beispielen überzogener feministische Forderungen wie das Binnen I-LeserInnen-, der Schrägstrich /Diabetisberaterinnen/ Diabetisberater und völlig überflüssige Doppelbennenungen –der Arzt oder die Ärztin leisten....-.
Diktaturen führten Sprachreglungen durch, so wurde die Mauer zum antifaschistischen Friedenswall. Natürlich besteht die Gefahr, dass durch eine geänderte Sprache auch das Denken der Menschen geändert wird. Wer sich dagegen wehrt, wird in der Regel als Person angegriffen, dagegen argumentiert wird nicht. Die politische Korrektheit diktiert, was man sagen darf, Bei vielen Bestrebungen des Genderismus geht es nicht darum, die Lage der Menschen zu ändern, der Mensch soll geändert werden.
Gegen den Gruppendruck einer Minderheit sollte die Mehrheit ihr Schweigen aufgeben und sprachliche Traditionen beibehalten. Jede Sprache ändert sich. Das ist absolut natürlich. Aber dem Gruppendruck einer Minderheit, bewusst und aus ideologischen Gründen die Sprache zu verändern, dem sollte ernsthaft Widerstand geleistet werden. Falls man die Bundeskanzlerin wegen angeblicher Fehler zum Sündenbock machen wollte, braucht man sie nicht zur Sündenziege zu ernenn en. Obwohl sie Hosen bevorzugt, ist sie absolut als Frau erkennbar. Genauso wie die Frau Professor und die Frau Doltor.
Das Buch ist unterhaltsam und beweist einleuchtend den Unfug des sprachlichen Genderismus.
Ein Beispiel bezüglich Genus und Sexus: DER Käse hat genauso wenig männliches an sich wie DIE Wurst weibliches an sich hätte. Wie sämtliche Worte oder Wortbildungen zu Ihrer Bedeutung gekommen sind, ist onehin nicht vollends nachvollziehbar. Dort wo Frauen zudem erwähnt werden sollen, geht das mittels der Deutschen Sprache auf sehr einfachste Weise mittels einer Silbe die angehängt wird -in. Kundin, Erbin, Schriftstellerin usw. Hiervon gibt es zu Hauf Beispiele in dem Buch. Die Deutsche Sprache macht dort wo es notwendig ist, Frauen in höherem Maße sichtbar als Männer. Der Autor ist zudem Gymnasiallehrer und weiß wovon er schreibt. Lese Sie am besten selbst um was es bei Gender Mainstreaming konkret geht und dieses Buch bezüglich der Schrift und Sprachumwandlung sowie das diese absolut keinen Sinn ergibt.
Einfaltbares Deackblatt damit man weiß wo man zuletzt war und 174 und entsprechende Fußnoten in den Fußzeilen. Schriftgröße ist angenehm und das Buch ist, bis auf wenige Wörter die manch einer vermutlich nachschlagen wird, gut zu lesen und wirklich sehr einleuchtend anhand von paar Wort und Satzbildungen, um aufzuzeigen das Gendering nichts anderes als Social Engineering ist. In Norwegen wird diese Ideologie seitens des Staates längst nicht mehr unterstützt und sämtliche Zuschüsse gestrichen (Gender Studies). Harald Eia, ein bekannter Comedian hat dies in Form eine Doku wo beide Seiten zu Wort kommen durften mit Ergebnissen,ad absurdum geführt und aufgezeigt, dass es nichts anderes als eine Theorie ist.
Zitat: Harald Eia kam zu der Erkenntnis, dass die Gendertheorie - nach der Mann und Frau gleich seien und alle Unterschiede ihre Ursache ausnahmslos in gesellschaftlichen Prägungen hätten - nicht mit den Wissenschaften von Biologie, Anthropologie etc. übereinstimmen.
Reviewed in Germany on October 23, 2016
Ein Beispiel bezüglich Genus und Sexus: DER Käse hat genauso wenig männliches an sich wie DIE Wurst weibliches an sich hätte. Wie sämtliche Worte oder Wortbildungen zu Ihrer Bedeutung gekommen sind, ist onehin nicht vollends nachvollziehbar. Dort wo Frauen zudem erwähnt werden sollen, geht das mittels der Deutschen Sprache auf sehr einfachste Weise mittels einer Silbe die angehängt wird -in. Kundin, Erbin, Schriftstellerin usw. Hiervon gibt es zu Hauf Beispiele in dem Buch. Die Deutsche Sprache macht dort wo es notwendig ist, Frauen in höherem Maße sichtbar als Männer. Der Autor ist zudem Gymnasiallehrer und weiß wovon er schreibt. Lese Sie am besten selbst um was es bei Gender Mainstreaming konkret geht und dieses Buch bezüglich der Schrift und Sprachumwandlung sowie das diese absolut keinen Sinn ergibt.
Einfaltbares Deackblatt damit man weiß wo man zuletzt war und 174 und entsprechende Fußnoten in den Fußzeilen. Schriftgröße ist angenehm und das Buch ist, bis auf wenige Wörter die manch einer vermutlich nachschlagen wird, gut zu lesen und wirklich sehr einleuchtend anhand von paar Wort und Satzbildungen, um aufzuzeigen das Gendering nichts anderes als Social Engineering ist. In Norwegen wird diese Ideologie seitens des Staates längst nicht mehr unterstützt und sämtliche Zuschüsse gestrichen (Gender Studies). Harald Eia, ein bekannter Comedian hat dies in Form eine Doku wo beide Seiten zu Wort kommen durften mit Ergebnissen,ad absurdum geführt und aufgezeigt, dass es nichts anderes als eine Theorie ist.
Zitat: Harald Eia kam zu der Erkenntnis, dass die Gendertheorie - nach der Mann und Frau gleich seien und alle Unterschiede ihre Ursache ausnahmslos in gesellschaftlichen Prägungen hätten - nicht mit den Wissenschaften von Biologie, Anthropologie etc. übereinstimmen.