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Neo-Calvinism and Christian Theosophy: Franz von Baader, Abraham Kuyper, Herman Dooyeweerd Kindle Edition
- LanguageEnglish
- Publication dateMay 29, 2015
- File size1557 KB
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Product details
- ASIN : B00YJ3RI40
- Publisher : Aevum Books, Calgary; 1st edition (May 29, 2015)
- Publication date : May 29, 2015
- Language : English
- File size : 1557 KB
- Text-to-Speech : Enabled
- Screen Reader : Supported
- Enhanced typesetting : Enabled
- X-Ray : Not Enabled
- Word Wise : Not Enabled
- Sticky notes : On Kindle Scribe
- Print length : 737 pages
- Best Sellers Rank: #1,749,713 in Kindle Store (See Top 100 in Kindle Store)
- #1,392 in Religious Studies - Philosophy
- #1,900 in Religious Philosophy (Kindle Store)
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Friesens eigene, reich bestückte Webseite hat er mit der Übersicht 'Christian Nondualism' überschrieben. Damit umschreibt er seine eigene Position und Grundthese. Wie es sich für einen Philosophen gehört, fasst er das Konzentrat in wenigen Sätzen zusammen: 'Christian Nondualism is a mysticism that does not try to escape from the world. Instead it seeks to fully experience the world, in both a theoretical and a non-theoretical way, from out of our nondual center, or heart. Christian Nondualism rejects all dualistic ideas, and provides a nondual perspective for understanding the nature of our selfhood, of our relation to God, of our relation to others, and of our relation to the world. Both western and eastern nondual traditions are relevant.' Dies verrät eindeutig seine Herkunft und Positionierung innerhalb der Reformational Philosophy.
Die These in einem Satz lautet: "The key ideas of Abraham Kuyper's Neo-Calvinism do not come from Calvin or from Reformed sources. Their source is the Christian theosophy of Franz von Baader (1765-1841)."
Wie ist das Buch aufgebaut? Es besteht aus drei Teilen, die man als konzentrische Kreise darstellen kann. In der Einleitung beschreibt Friesen 'in nuce' Vorhaben und These. Er lässt sich in diesem Kapitel auch in die Karten blicken. Er berichtet von den Schwierigkeiten bei der Veröffentlichung im Journal 'Philosophia Reformata'. Der zweite Teil umfasst eine knappe, kondensierte Einführung in die verschiedenen Denker, beginnend bei Franz Xavier von Baader (1765-1841). Friesen beschreibt ihn als ökumenisch orientierten, nicht-pantheistischen, nicht systematischen Denker. Sein Lebenswerk wurde in den 1920er-Jahren redigiert und publiziert. Seine Philosophie betrifft ein Verständnis der Zeit (überzeitliche, geschaffene, von Gottes Ewigkeit unterschiedene sowie irdische, kosmische Zeit), die Anthropologie (kein Dualismus sondern eine Beziehung zwischen dem überzeitlichen Zentrum, dem Herzen, sowie der 'Peripherie' des Körpers), einer Wissenschaftstheorie (Wissenschaft und Religion haben beide religiöse Wurzeln; Gegensatz von Glaube und Erkenntnis müssen überwunden werden), der Betonung von Vorannahmen verschiedenen Weltanschauungen sowie einer Erkenntnistheorie, welche die Intuition als innere Schau betonte.
Friesen zeigt dann die inhaltlichen Verbindungen zu den niederländischen Theologen Chantepie de la Saussaye (1818-1874) sowie J. H. Gunning Jr. (1829-1905) auf. Diese wiederum waren Abraham Kuypers (1837-1920) Lehrer. Hier gelingt es Friesen mit expliziten Belegen, den Einfluss Baaders auf die Gelehrten der sogenannten ethischen Schule, aber auch die Begeisterung Kuypers für Baader nachzuweisen. Zwei weitere Gelehrte, Frederik von Eeden (1860-1932) und Jan Woltjer (1848-1917) fungieren als inhaltliche 'Brücke' zu den beiden grossen neo-calvinistischen Denkern Dooyeweerd und Vollenhoven, die in den 1920ern ' also nach dem Ableben von Kuyper und Bavinck ' ihre Tätigkeit aufnahmen.
Im dritten Teil geht Friesen dann mehr in die Tiefe, weil er dort die inhaltliche Entwicklung von Dooyeweerd und Vollenhoven in verschiedenen Phasen, beginnend mit der Studentenzeit, darlegt. Er geht durch ihre Werke, stellt sie einander gegenüber. Beide Denker gingen schon früh eigene Wege. Gegen beide Gelehrten lief ab 1937 eine Untersuchung, wobei diese sich inhaltlich auf einen Aspekt aus der Christologie beschränkte. Friesens Argumentation und Beweisführung muss hier weitgehend einen inhaltlichen Weg beschreiben, weil die expliziten Bezüge auf Baader sowie die ethischen Theologen fehlten. Dies aus gutem Grund: Es wäre nicht erwünscht gewesen, in Amsterdam direkt auf diesen Einfluss zu referenzieren. Hier entfaltet Friesen einen Eifer und auch eine Detailgenauigkeit. Selbst für mich, der einigermassen mit Kuypers Werk vertraut ist, erschlossen sich immer neue Neben- und Seitenwege. So kurz und bündig Friesen in der Eröffnung arbeitete, umso ausführlicher wird er hier.
Der vierte und weitaus grösste Teil bezieht sich auf ein früheres Werk von Friesen. Er geht dort von 95 Thesen aus, die das weit verzweigte und anspruchsvolle Werk Dooyweerds auf 26 Seiten fassbar machen sollten. Der Aufsatz ist auf der Homepage des Autors einzusehen. Diesen Teil habe ich nur angelesen. Er geht jede der 95 Thesen durch und weist die starken inhaltlichen Bezüge zur Theosophie Baaders bzw. der Weiterentwicklung durch die beiden Vorläufergenerationen von Dooyeweerd nach.
Das Buch lässt sich gut in Etappen lesen. Es hilft, dass der Anfang das ganze Programm einschliesst und die weiteren Teile immer umfassendere Auslegeordnungen derselben Ideen enthalten. Insgesamt ist der Befund des Autors nicht von der Hand zu weisen. Er hat ihn sorgfältig dargelegt und minutiös entfaltet. Ich halte das Werk als eine wichtige Ergänzung für die Forschung des Neo-Calvinismus. Unabhängig davon, aus welcher Quelle die Grundideen eines Autors bzw. einer Bewegung schöpfen, stellt sich jedem christlichen Leser, aus welchem Fachgebiet er auch immer kommt, stets dieselbe Aufgabe. Er hat das Fundament den Aussagen der Bibel, Gottes Selbstoffenbarung, gegenüberzustellen. Nicht die Bibel muss sich einem philosophischen System unterordnen, sondern das System umgekehrt der Bibel. Eine Anschlussaufgabe würde also darin bestehen, die Grundideen ' auch wenn sie aus theosophischer Quelle kommen ' biblisch-systematisch aufzuarbeiten.
Dazu kurz einige Anhaltspunkte: Die Aufteilung in eine überzeitliche und eine irdische Zeit ist spekulativ. Die daraus entstehende Idee des Herzens als überzeitlichem Zentrum des Menschen ist sorgfältig mit dem Befund der Bibel zu vergleichen. Ebenso ist festzuhalten, dass Vollenhoven lebenslang mit der Frage rang, ob die Seele unsterblich sei. Hier wich er klar von der orthodoxen biblischen Lehre ab. Dooyeweerd entwickelte durch sein Konzept der Sphären eine Philosophie, die ihn von einer orthodoxen Lehre der Autorität und Inspiration der Bibel wegbrachten. Das trübt den Gesamteindruck erheblich. Es wäre jedoch falsch, ihr Grundanliegen, nämlich das ganze Leben unter die Herrschaft Christi (zurück)zubringen einfach zu verwerfen. Ebenso haben beide Denker sich intensiv mit dem (Neo-)Kantianismus auseinandergesetzt und ihn an wichtigen Stellen kritisiert. Sie befassten sich auch intensiv mit der Phänomenologie und den wichtigen europäischen Philosophen Husserl, Jaspers und Heidegger. Diese Denkarbeit muss respektiert werden, ebenso wie ihr Grundanliegen, die längst auseinander divergierten Stränge von Religion und Wissenschaft, Glaube und Denken wieder in eine christliche Weltsicht zurückzubringen.
Das 500-seitige Buch ist 2015 im kleinen 'aevum'-Verlag erschienen. Die EBook-Version ist für knapp 5 Euro zu beziehen. Das Buch hat einen Nebeneffekt, der nicht übersehen werden darf: Der Leser lernt die weit verästelte Reformational Philosophy und insbesondere Dooyeweerds Philsophie besser kennen. Durch die häufige Wiederholung und die unterschiedlichen Perspektiven auf die zentralen Themen wächst das Verständnis für die bedeutende Bewegung.


